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Sehr geehrter Weinfreund,
der 2010er, bis zu 30% weniger im Durchschnitt, in den letzten 25 Jahren einer der niedrigsten Weinernte.
Der für die Reben insgesamt ungünstige Wetterverlauf letzten Jahres bescherte uns an der Mosel im Herbst besondere Herausforderungen. Spätfröste verursachten bei einigen Sorten Frostschäden, in frühen Lagen verlief die Rebblüte schlechter als in später blühenden Lagen. Auch die generell wechselhafte, aber lokal doch unterschiedliche Witterung über die Sommermonate führte zu einer sehr unterschiedlichen Reifeentwicklung.
Selektive Lese und die Sortierung des Erntegutes waren in diesem Jahrgang eine besondere Herausforderung für mich. Ich kann nur sagen, "derartige Schwankungen hatte ich noch nie!“
Mit den Qualitäten bin ich dagegen sehr zufrieden. Mostgewichte über 90 bis 100 und mehr Grad Oechsle bei der wichtigsten Rebsorte, dem Riesling, waren keine Seltenheit. Kurz gefasst: Qualität hervorragend, Menge so niedrig wie noch nie. Zur Zeit ist der 2010er noch in seiner Entwicklungsphase. Ich bezeichne ihn als Lagerwein, denn er hat noch lange nicht seinen Höhepunkt erreicht.
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